EDITORIAL

White Statements

White Statements

Weißer Klinker wird in Deutschland selten verwendet. Wir haben uns die Frage gestellt: Warum? Weißer Keramikklinker hat positive Eigenschaften wie das reine Erscheinungsbild, einen hohen Reflexionsgrad, die hohe Wertigkeit oder seine Dauerhaftigkeit. Er leuchtet regelrecht in der Stadt und bietet an der Fassade ein Licht-und-Schatten-Spiel. Im Unterschied zu einer weißen Putzfassade altert weißer Klinker über die Jahre „in Würde“.

Den Einstieg ins Heft bildet eine Reportage aus den Werken Bannberscheid und Querenstede von Röben zur Herstellung von weißem Klinker. Hier werden die Produktionsabläufe, mögliche Oberflächenbearbeitungen und Farbabstufungen erläutert. In unserem Diskurs spricht Boris Schade-Bünsow, Chefredakteur Bauwelt, mit Alexander Koblitz, Gründer von kleyer.koblitz.letzel.freivogel architekten und Ulrike Brandi, Geschäftsführerin von Ulrike Brandi Licht über das Zusammenspiel von Licht und Architektur in Bezug auf weiße Klinkerfassaden.

Anschließend besprechen wir zwei Projekte in England und Belgien: Das Bürogebäude in der Pall Mall 62–63 in London von Short and Associates und MJP Architects passt sich mit der Gestaltung der Straßenfassade zurückhaltend in seine Umgebung ein, während eine strahlend weiße Klinkerfassade den Hinterhof erhellt. Für die Fassade des Studentenwohnheims De Flint in Leuven haben COMODO architecten eine interessante Mischung aus rauen und glatten weißen Klinkern gewählt. Wir wünschen Ihnen mit diesem Heft neue Inspiration für eigene Projekte mit weißem Klinker.

Viel Freude beim Lesen!

Redaktion Bauwelt

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